Nächtlicher Lärm in Zähringen beschäftigt Stadtrat

[ZÄHRINGEN]

In Zähringen sorgen nächtliche Lärmbelästigungen im Bereich Rötebuckweg und angrenzender Straßen nach Angaben von Stadtrat Dr. Wolf-Dieter Winkler für zunehmenden Unmut. Winkler hat dazu am Donnerstag, 11. Dezember 2025, eine Anfrage an das Ratsbüro der Stadt Freiburg gestellt. Anlass seien Beschwerden von Anwohnern, die von „unerträglicher“ nächtlicher Belastung berichten. Die Initiatoren von Unterschriftenlisten hätten ihm zufolge mitgeteilt, dass alle angefragten Anwohner unterschrieben hätten.

Als Ursache nennt Winkler Autofahrer mit aufwändig getunten, lauten und leistungsstarken Fahrzeugen, die zur Eichhalde fahren würden, um Aufmerksamkeit zu erregen. Dabei falle die Gruppe durch riskante Fahrmanöver, quietschende Reifen, aufheulende Motoren und dröhnende Musik auf. Nach seiner Darstellung habe sich das Problem durch einseitig ausgewiesene Parkplätze verschärft, weil dadurch schneller durch die Tempo-30-Zonen gefahren werden könne. Anwohner würden teils bis in die frühen Morgenstunden nicht zur Ruhe kommen; es gebe Berichte, dass Betroffene aus gesundheitlichen Gründen über einen Wegzug nachdenken.

Winkler verweist außerdem auf ein Schreiben des Amts für öffentliche Ordnung als Antwort auf Beschwerden, das aus seiner Sicht Hilflosigkeit gegenüber den Zuständen erkennen lasse. Zusätzlich benennt er weiterhin ungelöste Probleme mit als zu hell empfundenen Straßenlaternen im Eckbereich Sonnhalde und Rötebuckweg.

Er schildert zudem eine eigene Begehung mit einer Polizeistreife vor einigen Jahren. Damals sei die Eichhalde stark zugeparkt gewesen, teils hätten Autos mit laufendem Motor auf der Straße gestanden. Das Zusammentreffen sei friedlich verlaufen, die Streife habe jedoch Kritik an laufenden Motoren vermieden. Ein von der Stadt eingerichtetes absolutes Halteverbot an der Eichhalde werde nach seinen Angaben nachts ignoriert. Hinzu komme Vermüllung an der Eichhalde und auf der darunterliegenden Pferdewiese.

In seiner Anfrage fordert Winkler Auskunft, warum in lauen Sommernächten keine nächtlichen Tempokontrollen durchgeführt würden und ob stationäre Blitzer möglich seien. Er regt Verkehrsberuhigung durch wechselseitige Parkplätze, Bodenwellen, Poller oder Bäume an und fragt nach verstärkten Polizeistreifen in dem Gebiet. Zudem bittet er um Klärung, ob es zutreffe, dass Gemeindevollzugsbedienstete bei Patrouillen durch Drohgebärden oder „Einkesselungen“ eingeschüchtert werden sollten, und wie Stadt und Beschäftigte darauf reagiert hätten. Winkler hält eine konzertierte, über Wochen angelegte Präsenz von Polizei und Gemeindevollzugsdienst in warmen Nächten mit konsequenter Sanktionierung von Fehlverhalten für geeignet, um das Problem nachhaltig zu mindern.

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