Nächtlicher Autolärm in Zähringen beschäftigt Stadtverwaltung

[FREIBURG-ZÄHRINGEN]

Die anhaltende nächtliche Lärmbelästigung im Freiburger Stadtteil Zähringen, insbesondere im Bereich Rötebuckweg und Eichhalde, ist Thema einer Anfrage des Stadtrats Dr. Wolf-Dieter Winkler (Freiburg Lebenswert) an Oberbürgermeister Martin Horn gewesen. In seiner Anfrage schilderte Winkler massive Beschwerden von Anwohnern über laute und aggressive Fahrmanöver sogenannter Autoposer, die bis in die frühen Morgenstunden für Ruhestörungen sorgen sollen. Nach Angaben aus der Anwohnerschaft sei die Belastung so groß, dass vereinzelt sogar ein Wegzug in Erwägung gezogen werde.

In der nun vorliegenden schriftlichen Antwort der Stadt verweist Bürgermeister Breiter auf umfangreiche Kontrollen durch den Gemeindevollzugsdienst und den Vollzugsdienst des Amts für öffentliche Ordnung. Demnach wurden im Frühjahr und Sommer 2025 insgesamt 13 Geschwindigkeitsmessungen im Rötebuckweg und an der Eichhalde durchgeführt, davon ein Großteil in den Abend- und Nachtstunden. Dabei seien vergleichsweise wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden, gravierende Verstöße seien die Ausnahme geblieben. Stationäre Blitzer schließt die Stadt aus, da es sich überwiegend um ortskundigen Verkehr handele, bei dem eine dauerhafte Wirkung nicht zu erwarten sei.

Auch bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sieht die Stadt nur eingeschränkt als möglich an. Die Parksituation im Rötebuckweg sei bereits Anfang 2024 neu geordnet worden, um die Sicherheit auf den Gehwegen zu verbessern. Weitere Einengungen durch Poller, Bäume oder Bodenschwellen seien aus verkehrlichen und haftungsrechtlichen Gründen nicht realisierbar.

Zur Kontrolle der Situation auf der Eichhalde teilt die Stadt mit, dass dort 2025 insgesamt 109 Einsätze stattgefunden hätten, bei denen unter anderem 255 Fahrzeuge im absoluten Halteverbot festgestellt worden seien. In allen Fällen seien die Fahrzeughalter zum Wegfahren aufgefordert worden, zudem habe es Verwarnungen wegen laufender Motoren, lauter Musik und Vermüllung gegeben. Berichte über Bedrohungen oder Einschüchterungen von Mitarbeitenden des Gemeindevollzugsdienstes seien der Verwaltung nicht bekannt.

Die von Dr. Winkler angeregte zeitlich befristete Dauerpräsenz von Polizei und Vollzugsdienst hält die Stadt für nicht umsetzbar. Aufgrund begrenzter personeller Ressourcen müssten Kontrollen im gesamten Stadtgebiet priorisiert werden, Dauerkontrollen an einzelnen Stellen seien nicht möglich. Die Situation werde jedoch weiterhin beobachtet, Kontrollen würden im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten fortgeführt.

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