Fördermittel für Projekte zur Beschäftigungsförderung in Freiburg

Bis zum 1. Juni 2026 können Projektideen für die Förderung durch den Europäischen Sozialfonds Plus eingereicht werden. Insgesamt stehen 188.000 Euro zur Verfügung.

[FREIBURG]

Wer in Freiburg innovative Projektideen zur Förderung von Beschäftigung und zur Verhinderung von Schulabbrüchen hat, kann bis Montag, 1. Juni 2026, Zuschüsse beim Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) beantragen. Für das Jahr 2027 stehen insgesamt 188.000 Euro bereit.

Der ESF Plus ist das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union, das benachteiligte Arbeitslose unterstützt, um ihnen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Zudem sollen mit niedrigschwelligen, außerschulischen Angeboten Schulabbrüche verhindert werden. Der Fokus liegt dabei auf Schülern, die als „nicht praktikumsreif“ gelten oder nicht auf Unterstützungsangebote reagieren.

In der kommenden Förderperiode stehen insbesondere Menschen mit psychischen Belastungen und schwer erreichbare Personen im Mittelpunkt. Dies betrifft sowohl benachteiligte Schüler als auch Langzeitarbeitslose, die besonders schwer zu vermitteln sind. Zudem sind Projekte, die soziale und quartiersbezogene Aspekte berücksichtigen, besonders willkommen.

Interessierte erhalten weitere Informationen zu den Förderschwerpunkten und dem Antragsverfahren unter www.freiburg.de/esf oder telefonisch bei der ESF-Geschäftsstelle Freiburg (Christine Asal, 0761 201-3687). Die Antragsunterlagen für die regionale Förderung 2027 sind im ELAN-Portal unter https://elan.esf-bw.de zu finden. Eine Kopie des Antrags muss per E-Mail an die ESF-Geschäftsstelle Freiburg (esf@freiburg.de) gesendet werden.

Gefördert werden Projekte mit ein- und zweijähriger Laufzeit, die chancengleich und geschlechtergerecht gestaltet sind und die EU-Charta der Grundrechte einhalten. Neben der Jobvermittlung sollen auch soziale und digitale Teilhabe gefördert werden.

In der Förderperiode 2025 erhielten drei Projekte aus Freiburg ESF Plus-Förderung. Dazu gehörte das Projekt „Neue Wege 4.0“ der Volkshochschule, das Schülern des zweiten Bildungswegs half, eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Von den 16 Teilnehmenden konnten fünf eine Ausbildung beginnen oder eine Arbeitsstelle antreten.

Ein weiteres Beispiel sind die Projekte der Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (FQB), die im vergangenen Jahr gefördert wurden. Das Projekt „Berufsorientierung Richtung Ausbildung“ unterstützte junge Menschen bei der Praktikumsfindung, während „INDIGO – integrativ – digital – gesundheitsorientiert“ Langzeitarbeitslosen half, ihre Bedürfnisse zu erkennen und Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen.

Der Europäische Sozialfonds Plus fördert in der Förderperiode 2021 bis 2027 den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt in Europa. Für Baden-Württemberg stehen knapp 220 Millionen Euro zur Verfügung, von denen 76 Millionen in die lokale Beschäftigungsförderung und Armutsbekämpfung fließen.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Freiburg

Download als PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert