Lungenkrebs-Screening wird ab April Kassenleistung
Das Universitätsklinikum Freiburg informiert darüber, dass das Lungenkrebs-Screening für starke Raucher ab Dienstag, 1. April 2026, von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird. Das Universitätsklinikum bietet diese Form der Früherkennung bereits seit September 2025 an und war nach eigenen Angaben damit die erste Klinik in Baden-Württemberg mit einem entsprechenden Angebot in der klinischen Versorgung.
Das Screening kann bei Menschen mit erhöhtem Risiko helfen, Lungenkrebs in einem frühen Stadium zu entdecken, noch bevor Beschwerden auftreten. Versicherte erhalten am Universitätsklinikum Freiburg Beratung, Diagnostik und bei Bedarf auch die weitere Behandlung an einem Ort.
„Mit der neuen Kassenleistung wird das Lungenkrebs-Screening für viele Menschen endlich zugänglich“, sagt Dr. Prerana Agarwal, Leiterin des Lungenkrebsscreenings am Universitätsklinikum Freiburg. „Wir begleiten Patientinnen und Patienten von der ersten Beratung über die Untersuchung bis zur weiteren Abklärung. So kann bei auffälligen Befunden rasch entschieden werden, welche weiteren Schritte erforderlich sind.“
Das Screening richtet sich an Menschen zwischen 50 und 75 Jahren, die aktuell rauchen oder vor weniger als zehn Jahren mit dem Rauchen aufgehört haben. Voraussetzung sind mindestens 25 Jahre Raucherfahrung und mindestens 15 Packungsjahre. Ein Packungsjahr entspricht einer Packung Zigaretten pro Tag über ein Jahr. Außerdem muss die letzte CT-Untersuchung des Brustkorbs mehr als zwölf Monate zurückliegen.
Der Weg in das Programm beginnt mit einer Überweisung durch qualifizierte Fachärzte für Allgemeinmedizin, Innere Medizin oder Arbeitsmedizin. Vor der Aufnahme ist ein ärztliches Aufklärungsgespräch vorgesehen. Dabei werden Nutzen und Risiken erläutert, darunter die Strahlenexposition sowie mögliche Zufalls- oder falsch-positive Befunde. Die CT-Untersuchung selbst ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und kommt ohne Kontrastmittel aus. Zum Einsatz kommt eine Niedrigdosis-CT, also eine Computertomographie des Brustkorbs mit geringer Strahlenbelastung.
„Wir setzen die modernsten Geräte ein, wie beispielsweise das Photon-Counting-CT, das nachweislich die geringste Strahlenbelastung und die beste Bildqualität erlaubt. Sie liefert genaue Bilder der Lunge und kann auch kleine Veränderungen sichtbar machen“, sagt Prof. Dr. Christopher Schlett, Leiter der Sektion für kardiothorakale Bildgebung der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Freiburg.
Angeboten wird die Untersuchung sowohl am Standort Freiburg als auch am Campus Bad Krozingen. Das Screening ist in die Versorgung des interdisziplinären Lungenkrebszentrums am Universitätsklinikum Freiburg eingebunden. Wenn ein Befund weiter abgeklärt werden muss, stehen dort die Fachbereiche Pneumologie, Thoraxchirurgie, Onkologie, Radiologie, Nuklearmedizin und Pathologie für die weitere Diagnostik und Behandlung bereit. Zum Angebot gehört auch die Information über Unterstützung beim Rauchstopp.
Weitere Informationen gibt es unter www.lungenkrebsscreening-freiburg.de.