Neuer Direktor stärkt Nephrologie am Universitätsklinikum Freiburg
Foto:Universitätsklinikum Freiburg
Am Universitätsklinikum Freiburg hat Prof. Dr. Jan Halbritter im April 2026 die Leitung der Klinik für Innere Medizin IV mit dem Schwerpunkt Nephrologie übernommen. Der 47-Jährige folgt auf Prof. Dr. Gerd Walz, der die Klinik seit 1999 aufgebaut und zu einem der führenden nephrologischen Standorte in Deutschland entwickelt hatte.
Mit seiner klinischen und wissenschaftlichen Erfahrung verfolgt Halbritter das Ziel, Nierenversagen möglichst frühzeitig zu verhindern. Im Mittelpunkt stehen eine gezielte Diagnostik und moderne Therapieansätze zur Verlangsamung des Krankheitsverlaufs. Bei bereits eingetretenem Nierenversagen soll insbesondere die Transplantationsmedizin weiter gestärkt werden.
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Erforschung genetischer Nierenerkrankungen. Neben häufigen Ursachen wie Diabetes oder Bluthochdruck gewinnen erbliche Faktoren zunehmend an Bedeutung. Halbritter konzentriert sich auf die sogenannte Nephrogenetik, also die Untersuchung genetisch bedingter Erkrankungen wie Zystennieren, Glomerulopathien oder Nierensteinleiden. Ziel ist es, Krankheitsursachen besser zu verstehen und neue Therapieformen zu entwickeln.
„Freiburg ist ein national und international renommierter Standort für die Nierengenetik“, sagt Halbritter. „Ich möchte die vorhandenen exzellenten Strukturen nutzen und weiterentwickeln, damit Patient*innen frühzeitig von neuen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten profitieren.“
Halbritter studierte Medizin in Bonn, Köln und Lyon. Seine Facharztausbildung absolvierte er am Universitätsklinikum Leipzig, ergänzt durch Forschungsaufenthalte in den USA. Zuletzt leitete er an der Charité in Berlin das Zentrum für seltene Nierenkrankheiten und hatte eine Professur für genetisch bedingte Nierenerkrankungen inne.