Zwei Millionen Euro für den Ausbau des BioTech-Parks Freiburg
Die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe erhält für den Ausbau des BioTech-Parks Freiburg eine Förderung in Höhe von zwei Millionen Euro. Die Mittel stammen aus der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg. Mit der Förderung sollen zusätzliche Büro- und Laborflächen geschaffen werden, die sich insbesondere an Start-ups, akademische Spin-offs und junge Unternehmen aus Biotechnologie, Pharma, Medizintechnik und angrenzenden Technologiefeldern richten.
Der BioTech-Park Freiburg wird von der Stiftung Innovationsallianz Freiburg getragen und ist ein zentraler Baustein der kommunalen Innovationsinfrastruktur am Standort Freiburg. Geplant ist eine Erweiterung um rund 1000 Quadratmeter zusätzliche Büro- und Laborflächen im Innovationszentrum Nord. Dafür werden ehemalige Laborflächen der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung übernommen und ausgebaut.
Der neue Bereich soll mit modularen und flexibel nutzbaren Einheiten ausgestattet werden. Junge Unternehmen sollen ihre Flächen dadurch an unterschiedliche Entwicklungs- und Wachstumsphasen anpassen können. Die FWTM reagiert damit auf den seit Jahren bestehenden Engpass bei geeigneten Flächen für junge innovationsgetriebene Unternehmen am Standort Freiburg. Der Ausbau ist auf einen Zeitraum von etwa sechs bis neun Monaten angelegt.
„Der Biotechstandort Freiburg boomt und zieht zunehmend innovative Unternehmen sowie wissenschaftsnahe Ausgründungen an“, sagt Jens Mohrmann, Geschäftsführer der FWTM. „Mit der Förderung von EU und Land können wir den BioTechPark gezielt und zukunftsorientiert weiterentwickeln und die dringende Flächenknappheit entschärfen. Wir schaffen damit ein Umfeld, das Wachstum, Kooperation und Technologietransfer optimal unterstützt.“
Freiburg verfügt über eine starke Wissenschafts- und Forschungslandschaft im Bereich Gesundheit und Life Sciences. Dazu gehören die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, das Universitätsklinikum Freiburg sowie außeruniversitäre Einrichtungen wie die Fraunhofer-Gesellschaft, die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung und das Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik.
Darüber hinaus ist die Gesundheitswirtschaft nach Angaben der FWTM der größte Wirtschaftszweig am Standort Freiburg und ein zentraler Innovations- und Beschäftigungsmotor für die Region. Der 1998 eröffnete und zuletzt 2019 erweiterte BioTech-Park ist bereits vollständig ausgelastet. Neue Anfragen können deshalb derzeit vielfach nicht oder nur sehr eingeschränkt bedient werden.
„Wo Innovation wächst, braucht sie Raum – buchstäblich“, sagt Oberbürgermeister Martin Horn. „Mit dem Ausbau des BioTech-Parks stärken wir Freiburg als Innovationsstandort und schaffen die Voraussetzungen dafür, dass junge Unternehmen aus Wissenschaft und Forschung hier vor Ort wachsen können. Das ist ein wichtiges Signal für Wertschöpfung, qualifizierte Beschäftigung und Zukunftsfähigkeit für Freiburg und die Region.“
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Förderaufrufs „Stärkung Regionaler Innovationssysteme durch Ausbau und Modernisierung kommunaler Innovationsinfrastrukturen“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg. Unterstützt wird damit die Weiterentwicklung lokaler Innovations-, Gründer- und Technologiezentren. Förderfähig sind unter anderem Investitionen in zusätzliche Flächen, technische Infrastruktur, biotechnologische Basisausstattung sowie Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen.
Mit dem Vorhaben reagiert Freiburg auf eine zentrale Wachstums- und Transferbarriere im regionalen Innovationssystem. Ohne zusätzliche Infrastruktur droht nach Einschätzung der FWTM die Abwanderung innovativer Ausgründungen an andere Standorte mit passendem Flächenangebot. Die Erweiterung des BioTech-Parks soll deshalb dazu beitragen, Wertschöpfung, qualifizierte Beschäftigung und Innovationspotenziale in Freiburg und der Region zu halten.