„Wälderliebling“ bei Schwarzwald-Buchmesse vergeben
Foto:Hochschwarzwald Tourismus GmbH
Bei der dritten Ausgabe der Schwarzwald-Buchmesse „Blätterrauschen“ in Hinterzarten ist am Sonntag, 10. Mai 2026, erneut der Buchpreis „Wälderliebling“ verliehen worden. Ausgezeichnet wurden Julia Heinecke in der Kategorie Belletristik und Hannes Finkbeiner in der Kategorie Sachbuch. Der Preis ist jeweils mit 2500 Euro dotiert.
Die Buchmesse fand von Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, im Kurhaus Hinterzarten statt. Drei Tage lang kamen Autoren und Verlage im Hochschwarzwald zusammen, um ihre Werke mit Bezug zum Schwarzwald vorzustellen und mit interessierten Besuchern ins Gespräch zu kommen.
Mit dem „Wälderliebling“ werden Bücher geehrt, die auf besondere Weise mit dem Schwarzwald verbunden sind, etwa durch ihre Themen, Geschichten, Autoren oder die Verlage, in denen sie erscheinen. Ausgelobt wird der Preis vom Kulturverein Wälderleben. Nach Angaben der Veranstalter hat sich die Auszeichnung inzwischen als fester Bestandteil der regionalen Literaturlandschaft etabliert und würdigt die kulturelle Vielfalt und kreative Kraft des Schwarzwalds.
Insgesamt wurden in diesem Jahr 40 Titel eingereicht. Eine Vorjury nominierte daraus die Finalisten, bevor die Hauptjury die diesjährigen Preisträger bestimmte. Der Hauptjury gehörten unter der Leitung von Imogen Nabel vom Kulturverein Wälderleben René Zipperlen von der „Badischen Zeitung“, Tom Erben vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels Baden-Württemberg, Patrick Schreib von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH sowie Buchhändler Irimbert Kastl an.
Der „Wälderliebling“ in der Kategorie Belletristik ging an Julia Heinecke aus Freiburg für ihren Roman „Kurz vor Kassenschluss“. Die Jury hob insbesondere die intensive Recherchearbeit und die eindringliche Erzählweise der Autorin hervor. In der Begründung betonte die Jury, vertreten durch René Zipperlen, dass Heinecke regionale Geschichte und gesellschaftliche Themen sensibel und zugleich zugänglich literarisch aufbereite.
In ihrem Roman erzählt Heinecke die Geschichte des ersten Banküberfalls mit Geiselnahme in der Bundesrepublik aus der Perspektive einer jungen Lokaljournalistin, die Jahrzehnte später den Fall recherchiert. Dabei steht weniger das Verbrechen selbst im Mittelpunkt, sondern dessen Auswirkungen auf Familien und Gemeinschaften. Die Jury würdigte Heinecke als Autorin, die dem Schwarzwald mit ihren Romanen eine literarische Stimme verleihe und regionale Geschichte mit erzählerischer Kraft sichtbar mache.
In der Kategorie Sachbuch wurde Hannes Finkbeiner für sein Buch „Schwarzwald. Meine kulinarische Heimat“ ausgezeichnet. Finkbeiner wurde in Schönmünzach geboren und lebt heute in Hannover. Die Jurybegründung, verfasst von Tom Erben, beschreibt das Buch eher als Lese- denn als Rezeptbuch. Finkbeiner nehme seine Leser mit auf einen „kulinarischen Roadtrip“ durch den Schwarzwald.
Der Autor porträtiert Menschen, Traditionen und kulinarische Innovationen der Region und verbindet Kulturgeschichte mit modernem Lifestyle. Besonders hervorgehoben wurde seine authentische Haltung, mit der er den Schwarzwald als lebendige und wandelbare Kulturlandschaft verstehe. Auch die hochwertige Gestaltung des Buches durch den Freiburger 8Grad Verlag fand Anerkennung.
Der Preis und die Buchmesse wurden durch die Schwarzwaldcrowd der Badenova, die Staatsbrauerei Rothaus, den Naturpark Südschwarzwald, den Touristik-Verein Hinterzarten-Breitnau, den Handwerk-, Handel- und Gewerbeverein Hinterzarten-Breitnau sowie die Hotels Erfurths Bergfried und Schwarzwaldhof ermöglicht und unterstützt. Weitere Informationen gibt es unter hochschwarzwald.de/buchmesse.