Pädagogische Hochschule Freiburg erhält 3,27 Millionen Euro für „Campus im Dialog“
Die Pädagogische Hochschule Freiburg erhält rund 3,27 Millionen Euro für das Projekt „Campus im Dialog – für Demokratie und Nachhaltigkeit“, kurz CaDeNa. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen der Ausschreibung „Die Welt ist mein Campus“ der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Die Förderung läuft von 2026 bis 2030.
Die Ausschreibung unterstützt Projekte, die Hochschulen als Orte wissenschaftsbasierter Reflexion, demokratischer Praxis und gesellschaftlicher Mitgestaltung stärken. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Curricula, Lehrportfolios und Möglichkeiten studentischer Partizipation weiterentwickelt werden können. Studierende sollen nicht nur fachlich hochwertig ausgebildet werden, sondern auch darin unterstützt werden, wissenschaftlich-kritisch zu denken, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und zentrale Zukunftsfragen aktiv mitzugestalten.
In einem bundesweiten Auswahlverfahren wurden im Mai 2026 insgesamt 24 von 184 eingereichten Einzelanträgen zur Förderung ausgewählt. Das Projekt der Pädagogischen Hochschule Freiburg gehört dazu.
CaDeNa verfolgt nach Angaben der Hochschule einen integrierten Transformationsansatz. Demokratie- und Nachhaltigkeitsbildung sollen nicht nur Gegenstand einzelner Lehrveranstaltungen sein, sondern dauerhaft in Curricula, Lehr-Lern-Formaten und in der Campuskultur verankert werden. Studierende sollen zentrale Zukunftsfragen wissenschaftlich reflektieren und zugleich in projektbasierten, praxisnahen Formaten selbst mitgestalten können. Damit verbindet das Projekt wissenschaftliches Denken mit persönlichem Handeln, professioneller Entwicklung und gesellschaftlicher Verantwortung.
Im Mittelpunkt stehen drei miteinander verbundene Entwicklungsfelder. Erstens soll die curriculare Weiterentwicklung vorangetrieben werden. Ein transdisziplinärer Studium-Generale-Bereich für alle Bachelorstudiengänge wird auf- und ausgebaut. Ergänzend soll ein flexibles Micro-Credential-System individuelle Lernpfade stärken, neue Zugänge eröffnen und lebenslanges Lernen unterstützen.
Zweitens baut CaDeNa Strukturen für innovative und transdisziplinäre Lehrentwicklung aus. In Reallaboren zu Demokratie und Nachhaltigkeit sollen gemeinsam mit Praxispartnern Formate des forschenden Lernens, des Service Learning sowie partizipative Prüfungsformate entwickelt, erprobt und weiterentwickelt werden.
Drittens soll der Campus selbst als Erfahrungs- und Gestaltungsraum gestärkt werden. Geplant sind neue Formen studentischer Partizipation, Dialogformate und eine systematische Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Partnern.
Gemäß dem Leitmotiv „Campus im Dialog“ steht CaDeNa für eine Hochschule im Dialog, die Zukunftsfragen über Campus-, Fach- und Statusgrenzen hinweg gestaltet. Der kollaborative Ansatz prägte nach Angaben der Hochschule bereits die Antragstellung. Initiiert und verantwortet wurde das Vorhaben gemeinsam vom Prorektorat Lehre, Studium und Qualitätsentwicklung sowie den drei Studiendekanen Prof. Dr. Silke Mikelskis-Seifert, Prof. Dr. Bettina Fritzsche und Prof. Dr. Matthias Hutz. Unterstützt wurde die Antragstellung durch Akteure aus dem Green Office, der Hochschuldidaktik, der AG Service Learning sowie der Verfassten Studierendenschaft.
Das Projekt knüpft an bestehende Strukturen und Stärken der Hochschule an, darunter Erfahrungen mit innovativen und transdisziplinären Studienangeboten, größeren Lehrentwicklungsvorhaben sowie Projekten zur gesellschaftlichen Öffnung wie der Science Night. Zugleich soll CaDeNa bestehende Ansätze und neue Initiativen in einem fakultäts- und studiengangübergreifenden Transformationsvorhaben verbinden, das auch über die Pädagogische Hochschule Freiburg hinaus Impulse setzen und in die Gesellschaft hineinwirken kann.
Der standortspezifische Projektstart der Maßnahmenebene ist für den 1. Januar 2027 geplant. Weitere Informationen gibt es per Mail an StIL-CaDeNa@ph-freiburg.de.