smartXhealth zieht positive Bilanz nach erstem Jahr
Die Netzwerkinitiative smartXhealth zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz. Der Austausch zwischen Akteuren aus Wirtschaft, Start-ups, Klinik und Forschung in Freiburg und der Region habe spürbar an Dynamik gewonnen, teilt die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG mit. Ziel der Initiative ist es, Innovationen im Gesundheitsbereich schneller in die Praxis zu bringen und die Versorgung nachhaltig zu verbessern.
Initiiert wurde smartXhealth von einem Konsortium aus der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe, dem Universitätsklinikum Freiburg, der Universität Freiburg, Campus Technologies Freiburg und BadenCampus. Im Zentrum stehen die sektorenübergreifende Zusammenarbeit sowie der gezielte Wissens- und Technologietransfer. Auch auf der Website der Initiative werden diese fünf Partner als Initiatoren genannt. (smartxhealth.de)
„Mit smartXhealth ist es gelungen, in kurzer Zeit ein starkes Netzwerk für Gesundheitsinnovationen in Freiburg aufzubauen. Die Initiative zeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Stadt, Wissenschaft, Klinik und Wirtschaft ist, um Innovationen schneller in die Versorgung zu bringen und den Standort nachhaltig zu stärken“, sagt Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn.
Aus wissenschaftlicher Sicht bestätigt sich dieser Ansatz ebenfalls. „Gesundheitsinnovation entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen. smartXhealth schafft genau diese Schnittstellen und ermöglicht es, neue Ideen gezielt weiterzuentwickeln und in konkrete Anwendungen für Patientinnen und Patienten zu überführen“, sagt Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg.
Stefan Rensing, Prorektor für Forschung und Innovation der Universität Freiburg, sieht in der Initiative eine Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse stärker in die medizinische Anwendung zu übertragen. Freiburg bündele damit seine Stärken in Forschung, Innovation und klinischer Exzellenz mit Entrepreneurship, um neue Lösungen für die Gesundheitsversorgung schneller wirksam werden zu lassen.
„smartXhealth zeigt, welches Potenzial in der engen Vernetzung unserer regionalen Akteure liegt. Als FWTM sehen wir unsere Aufgabe darin, diese Zusammenarbeit gezielt zu fördern und Freiburg als führenden Standort für Gesundheitsinnovation weiter zu profilieren“, sagt FWTM-Geschäftsführer Jens Mohrmann.
Thomas Scheuerle, Geschäftsführer des BadenCampus, bezeichnet smartXhealth als Katalysator, der regionale Talente und Start-ups direkt mit der klinischen Praxis verzahne. In nur einem Jahr habe sich gezeigt, wie aus dem Zusammenspiel von Gründergeist und etablierter Gesundheitswirtschaft Lösungen entstehen könnten.
Seit dem Auftakt am 4. Juni 2025 hat sich smartXhealth nach Angaben der FWTM etabliert. Verschiedene Veranstaltungsformate bringen die relevanten Akteure regelmäßig zusammen. Dazu gehören unter anderem die Netzwerkveranstaltung „smartXhealth connect“, die bereits mehrfach mit rund 60 Teilnehmern stattfand, sowie themenspezifische Formate wie „smartXhealth DeepDive – Ausgründungen aus der Universitätsmedizin und Wissenschaft“. Mit „smartXhealth AfterUni“ richtet sich das Netzwerk zudem gezielt an Studierende und Nachwuchskräfte, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Ein besonderes Highlight war der „Black Forest Hackathon meets smartXhealth“ im November 2025. Rund 100 Teilnehmer arbeiteten an fünf praxisnahen Herausforderungen aus Unternehmen und klinischer Praxis. Dabei entstand unter anderem ein sprachgesteuerter Klinikassistent, der es Ärzten ermöglichen soll, per Smartphone auf Patientendaten zuzugreifen, Befunde abzurufen und Anordnungen zu treffen.
Bereits im ersten Jahr sind mehrere trinationale Kooperationen entstanden, unter anderem mit Quantum Basel und Uptown Basel. Am Universitätsklinikum Freiburg wurde zudem ein Minisymposium zum Thema Quantentechnologie durchgeführt, das 2026 fortgesetzt wird. Bestehende trinationale Formate wie die Trinational HealthTech Days und der BioCampus in Kooperation mit dem EUCOR-Verbund wurden weiterentwickelt und in das smartXhealth-Netzwerk integriert.
smartXhealth wird unter anderem durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert. Die Initiative soll dazu beitragen, Freiburg als Healthcare- und Innovationsstandort weiter zu profilieren und eine vernetzte, zukunftssichere und patientenzentrierte Gesundheitsversorgung zu stärken.
Mit Blick nach vorn steht das nächste zentrale Highlight bereits fest. Der smartXhealth Summit findet am Dienstag, 24. November 2026, in der Messe Freiburg statt. Nach Angaben der Initiative ist der Summit eine B2B-Fachkonferenz mit Ausstellung, die den Austausch zwischen Medizintechnik, Biotechnologie, Forschung, Versorgung, Industrie, Start-ups und öffentlichen Institutionen fördern soll. (smartxhealth.de) Dort sollen Zukunftstechnologien vorgestellt werden, darunter Anwendungen von Künstlicher Intelligenz in MedTech, BioTech und Klinik.
Weitere Informationen gibt es unter www.smartxhealth.de.